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In dem kleinen Park oberhalb des Weißen Turms findet man die steinerne Büste des deutschen Schriftstellers, Dichters und Übersetzers Christoph Martin Wieland, der einer Biberacher Familie entstammt.
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Klicken Sie bei Bedarf auf das Foto, um es größer zu sehen. Foto: Hans-Rudolf Hower 2003 |
Inschrift
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Originaltext |
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Christoph Martin Wieland Geb. 5. September 1733 Gest. 20. Januar 1813 |
Geschichtliche Daten
Der Schriftsteller und Dichter Christoph Martin Wieland wurde 1733 in Oberholzheim in der Nähe von Biberach/Riss geboen. Er ging in Biberach zur Schule und kam nach seinem Universitätsstudium dorthin zurück. Dort hat er auch einen Teil seiner Werke geschaffen und 22 Shakespeare-Dramen übersetzt. Und das, obwohl Wieland die letzten dreißig Jahre seines Lebens in Thüringen, in Erfurt und Weimar, der Goethe- und Schiller-Stadt, verbracht hat, wo er 1813 starb. Bei seiner Beerdigung hielt Goethe die vortreffliche, W.s Verdienste freudig anerkennende Rede (nach dem Brockhaus von 1887). Die Loge, deren Mitglied er gewesen war, ließ 1857 in Weimar eine Bronzestaue für ihn errichten, kurz vor der Errichtung der Doppelstatue von Goethe und Schiller.
Die Kleinstadt Biberach, die Wieland schon immer als einen ihrer wichtigsten Söhne betrachtet hatte, widmete ihm 1881 die hier vorgestellte Büste.
Zur Bedeutung Wielands siehe auch Komödienhaus im Schlachthof (französisch) und Prozess um den Schatten eines Esels.
Kommentar
Wieland war einer der meistgelesenen, wenn nicht der meistgelesene Schriftsteller und Dichter seiner Zeit. Der Brockhaus von 1887 betrachtet Wieland als einen der wichtigsten deutschen Dichter, und Generationen von Schülern mussten über ihm büffeln. Aber Wielands Werk hat die Zeit nicht wirklich überdauert. Zwar hat er als Pionier und Publikumsliebling eine wichtige historische Rolle gespielt, viel mehr als seine Zeitgenossen Goethe und Schiller, aber Wieland gehört heute zu den Klassikern, welche die Schüler wider Willen - sehr auszugsweise - in der Schule und für die Schule lesen, aber sofort danach schlichtweg vergessen. (Siehe aber doch Prozess um den Schatten eines Esels.) Was seine Shakespeare-Übersetzungen angeht, so hatten diese ihre historischen Verdienste zu ihrer Entstehungszeit, aber wegen ihrer offenkundigen Schwächen sind sie heute nur noch von geschichtlichem Interesse.
Literatur
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Autor, Titel |
Anmerkungen |
Info / Kauf |
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Der Artikel Wieland Christoph Martin befindet sich im Band 16, der 1887 in Leipzig erschienen ist. |
Uni-Bibliotheken, Antiquariate. |
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Christoph Martin Wieland |
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Internet
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Adresse / Eigner |
Inhalt / Themen |
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In dt. Wikipedia. |
Sehr ausführlicher Lexikonartikel über Leben und Werk dieses Schriftstellers, Dichters und Übersetzers. |
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Zur Anreise nach Biberach siehe Inschriften in Biberach/Riss.
Vom Bahnhof aus geht es bis zum Ende der Bahnhofstraße, dort nach links und bald darauf wieder rechts in die Bürgerturmstraße, an deren Ende (nach einer weiten S-Kurve) nach links bis zum Ende, dann nach rechts zum Markplatz (mit der Eselsstatue), durch diesen der Länge nach hindurch und über die Theaterstraße weiter bis über die Grenze des mittelalterlichen Stadtkerns hinaus. Unterhalb des Weißen Turms findet man die Büste gleich nach der Stadtmauer iStadtgarten rechts von der Straße.
Angaben zur Anreise entsprechen unseren persönlichen Kenntnissen oder sogar Erfahrungen, aber wir können keinerlei Verantwortung für ihre Richtigkeit übernehmen. Wenn Sie diese Seite lesen, können sich in der Wirklichkeit Veränderungen ergeben haben.
Hans-Rudolf Hower 2009
Letzte Aktualisierung: 11.07.10