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Inschriften in Budapest

Eminescus erstes Gedicht

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Auf der Flaniermeile Váci utca trifft man auf die folgende Gedenktafel.

Klicken Sie bei Bedarf auf das Foto, um es größer zu sehen.

Foto: Mihai Eminescus erste Veröffentlichung

Gedenktafel

Fotos: Hans-Rudolf Hower 2008

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Inschrift

Ungarischer Originaltext

Ezen a helyen állt az a ház, amelyben Josif Vulcan
„Familia“c. folyóirata 1866. március 9-én közölte a
legnagyobb román költő, Mihai Eminescu első versét.

1992

Rumänischer Originaltext

Pe acest loc se află clădirea în care revista „Familia“
redactată de Josif Vulcan, a publicat, la 9 martie 1866,
prima poezie a celui mai mare poet român, Mihai Eminescu.

1992

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Übersetzung

An diesem Ort befand sich das Gebäude, in dem die
von Josif Vulcan herausgegebene Zeitschrift „Familia“
am 9. März 1866 das erste Gedicht des größten rumänischen Dichters,
Mihai Eminescu, veröffentlicht hat.

1992

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Kommentar

Der ungarische und der rumänische Text sagen m. E. inhaltlich das Gleiche aus, auch wenn jeder von beiden dies mit den geeignetsten Mitteln seiner Sprache tut. Daher ist es möglich, beide in einer gemeinsamen deutschen Übersetzung zusammenzufassen. Zwar spricht der ungarische Text von „Josif Vulcans Zeitschrift“, der wörtliche rumänische Text dagegen nur von der „von Josif Vulcan redigierten Zeitschrift“, aber ich meine, dass „redactată“ (redigiert) hier im Sinn von „editată“ (herausgegeben) zu verstehen und kein anderer Sinn als der des ungarischen Textes gemeint ist.

Das späte Datum der Gedenktafel zeugt von dem langen Weg, den die beiden Länder seit dem Ersten Weltkrieg, nach den Karlsburger Beschlüssen und dem Vertrag von Trianon, und den daraus entstandenen Streitigkeiten um Land, Leute und Besitztümer zurücklegen mussten, um ihre Beziehungen zu normalisieren. Siehe hierzu auch Emanuil Gojdu / Gozsdu Manó.

Mihai Eminescu (1850-1889) hieß mit Familiennamen eigentlich Eminovici wie sein Vater. Doch tauschte er auf Anraten seines ersten Verlegers Josif Vulcan die slawische Endung -ovici gegen das rumänische -escu aus.

Bei dem ersten Gedicht Mihai Eminescus handelt es sich lt. dt. Wikipedia um De-aş avea (Wenn ich hätte).

Die Ehrung Eminescus in Budapest ist insofern nicht selbstverständlich, als dieser nicht nur als der bedeutendste rumänische Dichter des 19. Jahrhunderts, sondern auch als eine Art rumänischer Nationaldichter mit zeitweise starken nationalistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen gilt.

Ungarn hat übrigens auch einen Nationaldichter, und der starb im heute rumänischen Transsylvanien. Näheres siehe Sándor Petőfi.

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Literatur

Autor / Titel / Suchbegriff

Anmerkungen

Info / Kauf

Eminescu, Mihai

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Petőfi, Sándor

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Vertrag von Trianon

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Internet

Beachten Sie bitte unsere rechtlichen Vorbehalte für alle Internet-Verweise.

Adresse / Eigner

Themen

Mihail Eminescu

In dt. Wikipedia.

Ausführlicher Lexikon-Artikel über Leben und Werk des Dichters.

Vertrag von Trianon

In dt. Wikipedia.

Ausführlicher Lexikon-Artikel zum Trianon-Vertrag und den Folgen. Auch die Karlsburger Beschlüsse werden kurz besprochen.

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Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Zur Anreise nach Budapest siehe Inschriften in Budapest.

Wenn man gut zu Fuß ist, kann man vom zentralen U-Bahn-Knoten Deák tér über die Deák Ferenc utca zur Váci utca gehen, in diese nach links einbiegen und die gesamte Fußgängerzone über die Kossuth Lajos utca hinaus entlanggehen. An der Kreuzung mit der Nyári Pál utca trifft man dann auf unsere Gedenktafel.

Alternative: Von Deák tér fährt man mit der U-Bahn nach Süden bis zur Station Ferenciek tere. Von dort geht man zu Fuß Richtung Elisabethenbrücke (Erzsébet híd) und biegt dann nach links in die Váci utca ein. Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zu unserer Gedenktafel.

Angaben zur Anreise entsprechen unseren persönlichen Kenntnissen oder sogar Erfahrungen, aber wir können keinerlei Verantwortung für ihre Richtigkeit übernehmen. Wenn Sie diese Seite lesen, können sich in der Wirklichkeit Veränderungen ergeben haben.

Bild: Doggy live

Dankeschön! - Köszönöm szépen!

Unser herzlicher Dank geht an Beatrix Bacsa für die Einweihung des Schreibers dieser Seite in die Geheimnisse des in unserer Inschrift verwendeten, aber im Wörterbuch nicht gefundenen ungarischen Anhängsels „c.“ = „című“ (betitelt), auf dessen wörtliche Wiedergabe in der dt. Übersetzung allerdings verzichtet werden konnte.

Hans-Rudolf Hower 2008

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Häufige Fragen - Webmaster

Letzte Aktualisierung: 20.07.10