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An der Nordseite der Matthias-Kirche hoch oben in Buda befindet sich die folgende Gedenktafel zu Ehren des Königs Matthias.
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Matthias-Kirche vom Pester Donau-Ufer aus, davor die Fischerbastei |
Gedenktafel |
Matthias-Kirche von vorn |
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Klicken Sie bei Bedarf auf die Fotos, um sie größer zu sehen. Fotos: Hans-Rudolf Hower 2003 |
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Inschrift
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Kommentar
Die Gedenktafel für König Matthias wurde an der Außenwand der Kirche gleichen Namens angebracht. Das heißt, eigentlich heißt die Kirche ja anders, nämlich Liebfrauenkirche. Das ist ihr offizieller Name. Man nennt sie aber auch schon mal Krönungskirche. Weil darin Karl I. Robert von Anjou (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) gekrönt wurden. Auf jeden Fall gehört sie, die älteste Kirche auf dem Budaer Burgberg, heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Denkmal zeigt den ungarischen König mit den Insignien seiner Macht, die zur Zeit der Stiftung des Denkmals auf ihrem Höhepunkt war.
König Matthias I. Corvinus der Große (1443–1490), König von Ungarn (1458–1490), ist der zweite Sohn des Johann Hunyady. Er hat nicht nur die Türken besiegt, sondern auch dem deutschen Kaiser getrotzt, den Tschechen und Polen Schlesien, die Lausitz und Mähren abgenommen, sich als Thronfolger für Böhmen eingesetzt und Teile Österreichs einschließlich der Hauptstadt Wien erobert. Wenn er in Wien starb, dann deshalb, weil er dort Residenz bezogen hatte.
Matthias war nicht nur politisch und militärisch erfolgreich, sondern galt auch als großer Förderer der Wissenschaften. Eine kostbare Büchersammlung, die er in Buda zusammen getragen hatte, wurde lt. Brockhaus teils von seinen Nachfolgern wieder verschleudert, teils von den Türken vernichtet. Bruchstücke davon kamen im 19. Jahrhundert aus Konstantinopel (heute Istanbul) wieder in die ungarische Hauptstadt zurück.
Querverbindung Budapest - Bautzen
Ein aufmerksamer Leser machte uns auf folgende Querverbindung von Budapest nach Bautzen in der Oberlausitz aufmerksam:
Das Denkmal von Matthias Corvinus von 1486 an der Matthias-Kirche in Budapest ist völlig identisch mit dem an der Ortenburg in Bautzen angebrachten. Die Lausitz gehörte damals zu Böhmen, und Böhmen gehörte zu Österreich-Ungarn. Und wir Deutschen sind sehr glücklich über ein so wundervolles zeitgeschichtliches Denkmal. Und auch die heutige Nutzung als Oberverwaltungsgericht von Sachsen garantiert eine weitere langfristige Nutzung und Erhalt des Denkmals.
Vielen Dank für diesen Hinweis!
Inzwischen konnten wir nach einem kurzen Aufenthalt in Bautzen auch eine Seite für die dortige Gedenktafel erstellen. Siehe diese unter König Matthias Corvinus.
Literatur
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Brockhaus Conversations-Lexikon |
Der Artikel Matthias I. Corvinus der Große steht in Band 11, herausgegeben 1885 in Leipzig. |
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Inhalt / Themen |
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In dt. Wikipedia. |
Ausführlicher Lexikonartikel über den Vater von Matthias Corvinus und über die Ursprünge der Familie der Hunyadi. |
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In dt. Wikipedia. |
Ausführlicher Lexikonartikel über diesen berühmten König von Ungarn. |
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In dt. Wikipedia. |
Ausführlicher Lexikonartikel über diese Kirche und ihre Geschichte. |
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Zur Anreise nach Budapest siehe Inschriften in Budapest.
Auf der Budaer Seite ist die nächste U-Bahn-Station Moszkwa tér. Von dort kann man zu Fuß zu der Fortuna utca und der Matthias-Kirche hochwandern oder auch einen Bus nehmen.
Angaben zur Anreise entsprechen unseren persönlichen Kenntnissen oder sogar Erfahrungen, aber wir können keinerlei Verantwortung für ihre Richtigkeit übernehmen. Wenn Sie diese Seite lesen, können sich in der Wirklichkeit Veränderungen ergeben haben.
Hans-Rudolf Hower 2003
Letzte Aktualisierung: 17.10.11