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Auf dieser Seite stelle ich die Sprachführer, Grammatiken und Sprachlehrbücher vor, die ich bisher benutzt habe. Auch Bücher, die sich in eher humorvoller Weise mit Sprachen abgeben, gehören hierher, wenn sie zur Vervollkommnung von Sprachkenntnissen geeignet sind.

Wegen der nicht immer eindeutigen Themenabgrenzung können Sie unter Umständen Bücher, die Sie zunächst hier vermuteten, unter Sprachen & Sprachwissenschaft finden.

Beachten Sie bitte auch den Abschnitt Literatursuche weiter unten.

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Ausländisch

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Ausländisch für Notfälle von Bündnis für sicheres Reisen (Hg.)

Sprache: deutsch.

Wenn der Klappentext des Buchs „über 200 lebensrettende Sätze in mehr als 20 Sprachen“ verspricht, dann spricht hier sicher ein Satiriker, aber seine Satire geht ganz eng an unserer politisch-kulturellen Wirklichkeit entlang. Über die Auswahl der in verschiedenen Ländern auf jeden Fall oder keinesfalls zu sagenden Sätze werfen die Autoren (wenn es denn wirklich mehrere sind) Schlaglichter auf die „Überlebensprobleme“, die der Tourist dort vorfinden kann. Ob man einen Bären in Skandinavien abschütteln muss oder die Mafia in Italien, den verhörenden amerikanischen Militär auf der ganzen Welt, den religiösen Fanatiker, den Hobbit oder den Alien, immer gibt es Sätze, die man in der Landessprache (nicht) sagen oder wenigstens verstehen sollte. Natürlich soll dies ein humorvolles Buch zum Schmunzeln oder brüllenden Lachen sein (je nach Lage). Aber dass die Autoren sich anonym hinter einem „Bündnis für sicheres Reisen“ verstecken, ist leider nicht nur als ein Werbe-Gag zu betrachten, denn wir leben in einer Zeit, wo auch harmlose Kritik an gewissen Staaten oder Religionen tödlich sein kann. Diktaturen und Fanatiker aller Art können wahnsinnig humorlos sein.

Fazit: Auch wer die angebotenen Sprachen nicht alle versteht, aber einen gesunden Humor hat, wird dieses Buch lieben. Auch als Geschenk für geeignete Freunde gut geeignet... ;-))

[hrh 19.06.08]

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Deutsch

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod von Bastian Sick

Sprache: deutsch.

Im südlichen deutschen Sprachgebiet kennt man nur „dem Genitiv seinen Tod" statt „den Tod des Genitivs", im Westen gebraucht man den Akkusativ statt des Dativs, im Osten dafür den Dativ statt des Akkusativs, bei „statt", „wegen" und „trotz" ersetzt der Dativ mehr und mehr den Genitiv usw. usw. Nicht umsonst wurde der Sprachtest für ausländische Immigranten kontrovers diskutiert, denn einen solchen Sprachtest würden viele Deutsche auch nicht bestehen...

Deutsche Sprachlehre scheint also schwierig zu sein. Das zeigt auch die Tatsache, dass man bei Spiegel-online es für nötig fand, eine Art Expertenstelle für heikle Fragen sprachlicher Natur einzurichten, nicht für Laien, sondern für die Profis: die Redakteure. Und Bastian Sick als Inhaber dieser Stelle hat es nie an kritischen Themen gefehlt.

Deutsche Sprachlehre ist aber nicht nur wichtig für Profis, sondern auch für das große Publikum interessant und spannend, wenn sie - wie von Bastian Sick - locker, leicht und humorvoll vorgetragen und mit den LeserInnen diskutiert wird. Der große verlegerische Erfolg und die Welle von Rückmeldungen aus LeserInnenkreisen zeugt davon.

Mir hat das Lesen jedenfalls viel Spaß gemacht, und mehr als einmal war ich zwischen Schmunzeln und Lachen hin- und hergerissen.

[hrh Juli 2006]

Info/Kauf bei amazon.de/at:
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod,
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2: Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache,
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3. Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache.

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Englisch

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Langenscheidts Standardgrammatik Englisch

Sprache: deutsch.

Diese Grammatik folgt dem erfolgreichen Langenscheidtschen Konzept der Standardgrammatiken, die für jede Sprache alles enthalten, was man an grammatischem Wissen „normalerweise“ haben muss, um sich in Schule, Uni, Beruf und Alltagsleben durchzuschlagen. Mehr braucht man meist einfach nicht...

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Französisch

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Langenscheidt Verhandlungssicher in Französisch

Sprache: deutsch, französisch.

Das Buch ist so symmetrisch zweisprachig aufgebaut, dass es sowohl für das Deutsche als auch für das Französische verwendet werden kann. Von großem Nutzen ist ein Einführungskapitel, dass auf die sprach- und landesspezifischen Eigenheiten einer Konferenz oder Diskussion hinweist. Von der Eröffnung bis zum Abschluss werden alle wichtigen Argumentationsschritte vorgestellt. Zusätzlich wird das ganze „Drumherum“ einer Konferenz zweisprachig beleuchtet, und sogar ein Glossar gibt es für beide Sprachen. Ein schlüssiges Konzept, konsequent durchgezogen und gut zum Selbststudium geeignet.

Info / Kauf: amazon.de/at.

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Majuscules, abréviations, symboles et sigles von Albert Doppagne

Sprache: französisch.

Wer hätte das gedacht: Auch die Franzosen haben ein Problem mit der Groß-/Kleinschreibung! Wenn einem die ganze Bedetung dieses Problems erst nach der Lektüre dieses Buches richtig klar ist, liegt das daran, dass es im Französischen zwar viel Problemfälle gibt, diese aber im Alltagsfranzösisch des „Mannes von der Straße“ eher  selten auftreten. Aber wer mit seiner französischen Textproduktion oder Korrespondenz sich an sozial, bildungsmäßig oder hierarchisch besondere Adressatenkreise wendet, kann sich in diesem Büchlein gute Anregungen holen.

Neben einer (kurzen) Abkürzungsliste gibt es auch eine Übersicht über die gebräuchlichsten Maßeinheiten (die in manchen Wörterbüchern besser ist) sowie eine Liste der chemischen Elemente.

Info / Kauf: amazon.fr oder französische Buchhandlung.

Falls Sie bestimmte Abkürzungen oder Logos suchen, kann Ihnen vielleicht auch unsere eigene Liste weiterhelfen: Französische Abkürzungen.

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Italienisch

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Praktische Grammatik der italienischen Sprache von Wolfgang Reumuth und Otto Winkelmann

Sprache: deutsch.

Diese Grammatik ist so richtig nach meinem Geschmack: übersichtlich, leserfreundlich, praxisnah und ohne Allüren. Da schaue ich immer wieder gern hinein, um meine Kenntnisse aufzufrischen.

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Schwedisch

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Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Schwedisch

Sprache: deutsch.

Mit diesem Lehrbuch habe ich meine ersten autodidaktischen Schritte in Schwedisch gemacht, und es hat sich beim nächsten Urlaub sowie bei meinen ersten schwedischen Lektüren wirklich ausgezahlt. Die Qualität des didaktischen Konzepts und der Abdeckung der wichtigsten Alltagssituationen hat mich echt überrascht. Für jemanden, der nicht zum ersten Mal eine Fremdsprache lernt, kann ich daher das Buch auch zum autodidaktischen Gebrauch empfehlen.

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Sizilianisch

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Sizilianisch Wort für Wort (Kauderwelsch Band 114)

Sprache: deutsch, sizilianisch.

Dieses kleine Bändchen führt einen zweisprachig deutsch/sizilianisch durch alle wichtigen Situationen des Touristenlebens auf Sizilien und vermittelt grundlegende grammatische und landeskundliche Kenntnisse.

Natürlich kann man nach Studium dieses Büchleins nicht perfekt sizilianisch reden und verstehen, aber meist reicht es für einen Ausländer ja vollkommen, einige gängige Alltagsredensarten zu verstehen und vielleicht auch anzubringen, um viele Türen zu öffnen, die einem sonst verschlossen wären. Und wer z.B. Andrea Camilleri im Original lesen will, sollte sich – gute Italienischkenntnisse vorausgesetzt – (zumindest) diesen Sprachführer zu Gemüte führen.

Info / Kauf: amazon.de/at.

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Sorbisch

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Einblicke - Dohlady (Deutsch-obersorbisches Gesprächs- und Lesebüchlein)

Sprache: deutsch, obersorbisch.

Nach einer allgemeinen Einführung in Geschichte, Sprache und aktuelles Leben der Sorben bietet das schmale Buch obersorbische Beispielsätze mit deutscher Übersetzung für typische Situationen im Alltag und bei Festen, dazu kurze Beispieltexte mit Vokabular, eine kleine Sammlung obersorbischer Redewendungen und Sprichwörter sowie eine Kurzgrammatik mit viel Formenlehre und wenig Syntax.

Für jemanden, der Kenntnisse in slawischen Sprachen - vor allem Tschechisch - hat, mag das Büchlein genügen, um einen Eindruck vom Obersorbischen zu bekommen und sich etwas in ein in dieser Sprache geführtes Gespräch einklinken zu können. Für alle anderen Leser dürfte es aber nicht reichen. Leider ist es jedoch sowieso unwahrscheinlich, dass ein Gespräch auf Obersorbisch zustande kommt, und das liegt nicht nur an der geringen Zahl muttersprachlicher Obersorben (wohl rd. 40.000), sondern daran, dass die Sorben inzwischen - nach über 1.000 Jahren deutscher Dominanz - ausnahmslos und perfekt zweisprachig sorbisch-deutsch sind und daher bei Kontakten mit Deutschen automatisch deren Sprache benutzen. So trägt ein sympathischer und den Kontakt erleichternder Zug der Sorben womöglich mit zum allmählichen Aussterben ihrer eigenen Sprache bei...

[hrh Dezember 2006]

Info / Kauf: amazon.de/at.

Näheres zum Aussterben von Sprachen siehe Sprachentod.

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Spanisch

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Langenscheidts Standardgrammatik Spanisch

Sprache: deutsch.

Diese Grammatik folgt dem erfolgreichen Langenscheidtschen Konzept der Standardgrammatiken, die für jede Sprache alles enthalten, was man an grammatischem Wissen „normalerweise“ haben muss, um sich in Schule, Uni, Beruf und Alltagsleben durchzuschlagen. Mehr braucht man meist einfach nicht...

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Tschechisch

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Kurze tschechische Sprachlehre von Bohdana Lommatzsch und Hana Adam

Sprache: deutsch.

Diese Kurzgrammatik ist übersichtlich gestaltet und bringt alles, was der/die Sprachlernende immer wieder mal nachschlagen muss. Das Stichwortregister hätte ein wenig umfangreicher ausfallen können, aber ansonsten kann man mit dem Buch gut leben, soweit es um täglichen aktiven und passiven Sprachgebrauch geht.

Etwas nervig ist für den vom Russischen oder Polnischen her kommenden Leser, dass bei der Deklination der Präpositional immer vor dem Instrumental steht, - aber die Tschechen machen das nun mal so...

Info/Kauf: amazon.de/at.

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Prírucní mluvnice cestiny

Sprache: tschechisch.

Diese umfassende Grammatik ist nicht nur als Nachschlagewerk zu den „üblichen“ Problemen der Sprachlernenden (wie Phonetik, Formenlehre und Syntax) gut geeignet, sondern sie bietet auch zu vielen wichtigen darüber hinaus gehenden sprachlichen Phänomenen (z.B. Rolle des Textes, Stilistik) prägnante Artikel.

Sprachliche Hinweise

Ohne einigermaßen gute Tschechisch-Kenntnisse wird man von dieser Grammatik nichts haben. Leider weiß ich derzeit nicht, ob sie auch auf Deutsch existiert. Für jeden Hinweis bin ich dankbar.

Info/Kauf: Nakladatelství lidové noviny. Ich kann derzeit nur raten, das Buch beim nächsten Tschechien-Urlaub dort zu kaufen.

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Ungarisch

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Der ungarische Sprachbau von Béla Szent-Iványi

Sprache: deutsch.

Der Untertitel „eine kurze Darstellung mit Erläuterungen für die Praxis“ hat anscheinend, wie in der „Vorbemerkung“ des Herausgebers vermerkt, immer wieder viele Sprachlernende dazu gebracht, diese Grammatik zu kaufen. Diese Nachfrage - und die Tatsache, dass für den deutschsprachigen Raum immer noch keine echte Alternative zu diesem Buch besteht - führte zur mir vorliegenden Neuauflage. In Wirklichkeit handelt es sich bei dem Buch weniger um eine Grammatik zum Nachschlagen und Lernen, als um eine wissenschaftliche Herleitung gegenwärtiger ungarischer Sprachstrukturen aus der Sprach- und Ableitungsgeschichte.

Gewiss ist es dem Autor gelungen, eine umfassende Darstellung der umfangreichen und komplizierten sprachlichen Materie in eine Art Modell zu gießen, aber man hat das Gefühl, dass der Autor zuweilen fast in der Fülle und Komplexität des Materials ertrinkt, wenn es um die didaktische Umsetzung geht. Klare Strukturen sind nur immer nur streckenweise sichtbar und werden oft unterbrochen oder durch parallel laufende, aber inhaltlich anders segmentierte Nummerierungen und Überschriften verschleiert. Am ehesten kann man die Gesamtstruktur des Buches im Inhaltsverzeichnis sehen, doch treten gewisse Inkonsequenzen auch da schon auf.

Durch die ständige Vermischung der Sprachgeschichte mit der Beschreibung des aktuellen Sprachstandes ist es eigentlich nur einem fortgeschrittenen Studenten der Hungarologie ohne Weiteres möglich, die für das Erlernen der ungarischen Sprache wichtigen aktuellen Strukturen und Formen herauszufiltern.

Manche Dinge werden auch einfach nicht zu Ende erklärt. Der Autor bringt ein paar wenige Beispiele, und der Rest ist dann für ihn klar. Für den Lernenden aber nicht immer... Und das mitgelieferte Übersichtsfaltblatt mit seinen Layout-Schwächen verwirrt erst einmal mehr, als es klärt.

Soll man sich diese Grammatik kaufen? Nicht ohne sie intensiv angelesen zu haben. Den Einen wird es reizen, trotz aller Schwierigkeiten ihre „substantifique moëlle“ (aufbauendes Mark, frei nach Rabelais) herauszuklamüsern, der Andere wird sie nach zwei Kapiteln entnervt in die Ecke feuern. Das ist eine Frage des Temperaments und des Wissensstandes. Aber wie gesagt: Eine echte deutschsprachige Alternative bietet der Buchhandel immer noch nicht.

Info / Kauf: amazon.de.

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Substantiv-Tabellen Ungarisch von Rita Hegedũs

Sprache: deutsch.

Die Herausgabe eines solchen Buches erfüllt einen sehnlichen Wunsch vieler Ungarischlernender. Denn entgegen der Meinung so mancher Ungarn ist das Ungarische eben nur für Ungarn einfach (und das ab dem frühesten Kindesalter!). Vom Untertitel „Übersichtlich und umfassend" verleitet, habe ich mich daher gleich mal mit meinen persönlichen Problemfällen auf das Buch gestürzt. Leider mit gemischtem Erfolg... Im Folgenden versuche ich meine bisherigen, sicher unvollständigen Erkenntnisse über das Buch zusammenzufassen:

(S. 13) Die Kasus im Ungarischen - Kasussuffixe

  • Beim Dativ fehlt der Hinweis, dass er auch zur attributiven Abbildung eines Besitzverhältnisses benutzt wird (und in mehrstufigen Besitzangaben sogar notwendig ist), z.B. a lányunk barátjának a könyve (das Buch des Freundes unserer Tochter).
  • (S. 15 f.) Akkusativ

  • Beim Akkusativ ohne Bindevokal fehlt der Hinweis auf Ausnahmen, z.B. vonal => vonalat.
  • (S. 18 ff.) Deklinationsliste

  • Es wäre hilfreich gewesen, wenn in der Liste Kapitel verwandter Deklinationstypen beieinander ständen. Wenn jemand nachschlägt, wirft er/sie ja in der Regel auch einen Blick auf die Nachbarschaft des gefundenen Kapitels.
  • Die Kapitel 11 und 15 beschreiben m.E. den gleichen Substantivtyp.
  • Die Kapitel 12 und 74 beschreiben m.E. den gleichen Substantivtyp.
  • Die Kapitel 18 und 20 beschreiben m.E. den gleichen Substantivtyp.
  • (S. 92 ff.) Alphabetische Liste der Substantive

  • Der Umfang der Liste ist m.A. unzureichend. Problemfälle sollten auch dann darin vorkommen, wenn sie nicht unbedingt zum Alltagsvokabular gehören. Ich habe bisher z.B. folgende Wörter vermisst: bőrönd (helle runde Endungen), fortély (dunkle Endungen!), vő (unregelmäßige Nebenformen).
  • Am Anfang der Liste sollte angegeben werden, worauf die Zahlen verweisen. Nur durch Ausprobieren findet man heraus, dass das Kapitelnummern sind.
  • Bei einigen der aufgeführten Wörter wird auf ein falsches Kapitel verwiesen, z.B. ábra, adó, akció, felügyelet, világ (dagegen richtig eingeordnet: virág, aber ohne Hinweis auf Nebenform virágja).
  • In den folgenden Fällen wird auf ein Kapitel verwiesen, das zwar im Prinzip richtig ist, aber die falsche Vokalqualität (hell statt dunkel) beschreibt: eladás (dagegen richtig eingeordnet: ráadás), gáz, jogász, kormány.
  • In den folgenden Fällen wird auf ein Kapitel verwiesen, das zwar im Prinzip richtig ist, aber die falsche Vokalqualität (normal hell statt rund hell) beschreibt. Beispiele: sör.
  • Beim Wort barát (Freund) wird auf ein Beispiel verwiesen, das im Plural regelmäßig ist. Barát hat aber, im Gegensatz zu „barátja" im Singular, unregelmäßige Pluralpossessivformen ohne „j": barátaim, barátaid, barátai, barátaink, barátaitok, barátaik.
  • Beim Wort fiú (Junge, Knabe) werden nur die „regelmäßigen" Possessivformen fiúm, fiúd usw. angeführt, und es wird mit keinem Wort erwähnt, dass es in der Bedeutung „Sohn" die andere Formenreihe fiam, fiad usw. gibt.
  • Mehrere gängige Verwandtschaftsbezeichnungen fehlen im Wortregister.
  • Beim Wort hotel (Hotel) fehlt der Hinweis auf seine dunklen Nebenformen.
  • Substantive auf -i werden in dem Buch mit denen auf leider in einen Topf geworfen (unter betű). In den Possessivformen mit dem Besitz im Plural gibt es jedoch Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Während die Substantive auf einfach -im usw. an den vokalisch endenden Stamm hängen, werden bei denen auf -i diese Pluralformen von der 3. Person Einzahl mit Besitz im Singular abgeleitet, um das Zusammentreffen von zwei i zu vermeiden. Dadurch ergeben sich Formen wie biciklijeim, biciklijeid usw. im Gegensatz zu betűim, betűid usw.
  • Was also tun? Ich meine, wenn man die oben genannten Fehler handschriftlich in dem gekauften Buch ändert, lebt man damit besser als ohne das Buch, wenn es auch keine elegante Lösung ist. - Aber vielleicht kommt ja auch demnächst eine korrigierte Ausgabe nach...

    [hrh November 2006, ergänzt im Oktober 2008]

    Info / Kauf: amazon.de/at.

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    Verbtabellen Ungarisch von Rita Hegedũs

    Sprache: deutsch.

    Auch die Herausgabe dieses Buches erfüllt einen sehnlichen Wunsch vieler Ungarischlernender (genau wie die der Substantivtabellen). Alles ist, wie auf dem Deckblatt angekündigt, „einfach, verständlich, übersichtlich“ präsentiert und ist über ein ordentliches Register gut zum Nachschlagen zu benutzen. Es bleiben m.E. keine Wünsche offen. Kaufen und immer wieder lesen!

    [hrh 13.11.07]

    Info / Kauf: amazon.de/at.

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    Grammatik kurz & bündig Ungarisch von Rita Hegedũs

    Sprache: deutsch.

    Auch die Herausgabe dieses Buches erfüllt einen sehnlichen Wunsch vieler Ungarischlernender (genau wie die der Substantivtabellen und der Verbtabellen). Das meiste ist, wie auf dem Deckblatt angekündigt, „einfach, verständlich, übersichtlich“ präsentiert und ist über ein ordentliches Register gut zum Nachschlagen zu benutzen. Ein paar kleine Einschränkungen bleiben, doch diese sind z. T. ganz einfach dadurch bedingt, dass hier eine hochkomplizierte Grammatik (ja, ihr Ungarn, glaubt uns nur!) in kompakter Form in ein sehr dünnes Buch gepresst werden musste. Die folgenden Anmerkungen ändern nichts daran, dass jeder Ungarischlernende dieses Buch haben (und immer wieder benutzen!) sollte. Mir sind folgende Probleme aufgefallen:

  • Seite 13: Man hätte hinzufügen sollen, dass sich die bestimmte Konjugation immer auf ein bekanntes Objekt bezieht.
  • Seite 15 ff.: Die Klassifizierung der Verben im Präteritum (Vergangenheit) ist nicht vollständig. Genaueres siehe Rita Hegedũs, Verbtabellen Ungarisch.
  • Seite 17: Das Ausdrücken einer vollendeten Handlung davon abhängig zu machen, dass „das Präfix vor dem Verbstamm (steht)“, ist zu einfach, denn im Ungarischen stehen Verbpräfixe nicht immer da, wo sie aufgrund ihres Namens (lateinisch praefixus = vorn angeheftet) erwartet werden. Dennoch liegt eine vollendete oder zu vollendende Handlung vor. Man müsste den Sachverhalt daher etwas allgemeiner ausdrücken, ohne sich auf eine bestimmte Position des „Präfixes“ in Bezug auf das Verb festzulegen. Und hier sind die wichtigsten Fälle, in denen das Präfix nicht am namensgerechten Platz steht:
  • Wenn ein besonders betontes Wort vor dem Verb steht, wird das Präfix vom Verb getrennt und hinter dieses gestellt. Aus dem Präfix wird also eine Postposition! Beispiel: A bátyámat látogattam meg, nem a barátnőmet! (Meinen älteren Bruder habe ich besucht, nicht meine Freundin!)
  • Verneinungen (nem, sem) gelten immer als betont. Daher wird das Präfix auch in verneinten Hauptsätzen vom Verb getrennt und hinter dieses gestellt. Beispiel: Nem írtam meg a levelet. (Ich habe den Brief nicht geschrieben.)
  • Auch wenn das Verb im Hauptsatz im Imperativ/Konjunktiv steht, wird das Präfix vom Verb getrennt und hinter dieses gestellt. Beispiel: Fordítsd le a levelet! (Übersetze den Brief!)
  • Wenn ein modales Hilfsverb zum Verb kommt und kein Wort zwecks besonderer Betonung nach vorn gezogen wird (also auch keine Verneinung des Hilfsverbs vorliegt), wird das Präfix vom Verb getrennt und vor das Hilfsverb gesetzt. Beispiel: El akarok menni. (Ich will gehen.)
  • Was für modale Hilfsverben (auch Modalverben genannt) gilt, gilt auch für modale Adjektive und für Formen von „van“ + Adverbialpartizip. Beispiele: El kell mennem. (Ich muss gehen.) A bolt be van zárva. (Der Laden ist geschlossen.)
  • Seite 18 (blaue Tabelle oben) enthält wohl einige Kopierfehler.
  • „Ich bin beim Briefeschreiben.“ gehört ganz nach oben zu „Írok egy levelet.“
  • Zu „Írom a levelet.“ gehört dagegen „Ich schreibe (gerade) den Brief.“ und vielleicht etwas wie „Ich bin gerade dabei, den Brief zu schreiben.“ (Die Verlaufsform oder ein entsprechendes Adverb soll auf die durch das Fehlen des perfektiven Präfixes „meg“ ausgedrückte Unvollendetheit der Handlung hinweisen.)
  • Bei „Megírom a levelet.“ könnte man „Ich schreibe den Brief (fertig).“ angeben, denn im Deutschen opfert man oft den Hinweis auf die Vollendung der Handlung einer kürzeren Ausdrucksweise.
  • Seite 22: Die Aussage „Einige Modalverben werden nicht mehr konjugiert, z.B. kell“ geht etwas zu weit. Drei Seiten später bringt die Autorin selbst eine Aufstellung wichtiger Konjugationsformen von kell, und es gibt weitere.
  • Seite 29: Der sprachwissenschaftlich richtige und wichtige Satz „Im Sinne der indoeuropäischen Sprachen hat das ungarische Substantiv keine Kasus; es wird nicht dekliniert.“ ist mangels näherer Erklärung für den „normalsterblichen“ Leser nicht nachvollziehbar und wird von der Autorin in der Folge auch nicht durchgehalten. Bereits auf der nächsten Seite spricht sie von „Kasussuffixen“, wobei nur der Linguist weiß, dass dieser Zwitterbegriff übersetzt werden müsste mit „an das Substantiv hinten angehängtes Zeichen, das nicht zum Substantiv gehört, also dieses nicht dekliniert, aber dazu dient, dem Substantiv im Satz eine bestimmte Rolle zuzuweisen, die manchmal einem der bekannten indoeuropäischen Kasus entsprechen mag“. Den Ungarischlernenden mag es trösten, dass auch die Fachleute ihre liebe Mühe haben, manche Gegebenheiten der ungarischen Sprache adäquat in einer indogermanischen Sprache auszudrücken.
  • Seite 33: Bei „Welche Farbe hat deiner/dein Hund?“ ist „deiner“ zu streichen.
  • Seite 44: Leider wird hier auf die Verwendung von gesteigerten Adjektiven als Objekt und als Substantiv nicht eingegangen.
  • Seite 71 f.: Die Gegenüberstellung der Anwendungsweisen von „normalen“ Partizipien und Adverbialpartizipien erscheint mir etwas widersprüchlich. Ich weiß aber derzeit nicht, ob die Verwirrung zwischen aktiv und passiv, präfigiert und unpräfigiert, gleichzeitig und vorzeitig auf das Konto der Autorin oder der ungarischen Sprache geht (Sprachen sträuben sich ja bekanntlich oft gegen systematische Klassifizierungen). Wenn Sie eine Meinung dazu haben, schreiben Sie uns bitte. Vielen Dank im Voraus!
  • Seite 84 ff.: Es fehlt ein Hinweis auf den Gebrauch des bestimmten Artikels im Ungarischen bei der allgemeinen Nennung einer Materie. Beispiele: Esik a hó. (Es fällt Schnee.) Haja olyan, mint a selyem. (Ihr Haar ist wie Seide.)
  • Seite 86 f. (auch 31 ff.): Es fehlt ein Hinweis, wie man bei Vorliegen eines Besitzerzeichens eine Unbestimmtheit ausdrücken kann. Beispiele: egyik jó barátom (ein guter Freund von mir), egyik jó barátnőm (eine gute Bekannte von mir).
  • Seite 110: Ihrer eigenen Zuordnung aller Pronomina auf -ik zur bestimmten Konjugation widerspricht die Autorin noch auf derselben Seite. Auch Seite 108 (beim Ausrufezeichen) warnte schon davor, hier einen formalen Automatismus anzunehmen. Es kommt immer auf die außersprachliche Bestimmtheit des Akkusativobjektes an. Auch Seite 101 bringt ein Beispiel, wo ein Ik-Pronomen (das Relativpronomen „amelyiket“) mit der unbestimmten Konjugation verbunden ist (und das, obwohl das Bezugswort im Hauptsatz bestimmt ist).
  • [hrh 13.11.07 / 29.04.08]

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    Szia! Ungarisch für Anfänger von Andrea Seidler und Gizella Szajbély

    Sprache: deutsch.

    Man kann mit diesem Buch und dem dazu gehörenden Arbeitsheft durchaus leben und arbeiten, wenn ich auch folgende Vorbehalte habe - vor allem für den autodidaktischen Gebrauch:

    Der Versuch, mit wenig Lektionen auszukommen, hat wegen der unvermeidlichen Fülle des Lernstoffes eine größere Anzahl „Unterlektionen“ (oder részek = Teile) hervor gebracht. Gewonnen wurde dadurch m.E. nichts.

    Es fällt schwer, in diesem Buch den Überblick zu behalten.

    Das Buch enthält gravierende Druckfehler.

    Die Erläuterungen zur Grammatik sind oft unvollständig, und vorkommende Ausnahmen werden nicht immer als solche benannt. Dadurch entstehen grammatische Ungereimtheiten, die ohne Auflösung durch eine aufmerksame Lehrkraft den Lernprozess behindern.

    Trotz international bemühter Lektion 2 ist das Buch (wohl aufgrund seiner Herkunft) etwas österreich- bzw. sogar wien-lastig. Aber das hat auch Charme.

    Mir ist allerdings derzeit (Dezember 2003) keine echte Alternative zu dem Werk bekannt. Wenn Sie eine kennen, nennen Sie sie mir bitte. Vielen Dank!

    Die Audiokassetten und -CDs habe ich selbst nicht benutzt, aber für AutodidaktInnen sind sie wohl unverzichtbar.

    Info / Kauf: amazon.de Lehrbuch, Arbeitsheft, 2 Audiokassetten, 2 Audio-CDs.

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    Letzte Aktualisierung: 16.11.08